Schlechte Anime-Serie – Was nun?

Wie man mit uninteressanten Serien umgehen kann und ein wenig über Enma-Kun

 

Wer kennt das nicht? Kein Anime zum Ansehen! Schon wieder! Der letzte gute Anime ist 3 Jahre alt, verdammt! Die neuen Staffeln sehen zwar potenziell nett aus, aber… Aber man hat doch nicht wirklich Lust ewig zu warten. Also greift man auf die vorliegenden Datenbanken zurück und sucht dort.

Es ist ja so eine Sache mit Geschmäckern und Vorlieben. So braucht es unter anderem eine Weile bis sich der geneigte Anime-Liebhaber oder auch einfach nur Interessent, dazu durchringt eine Serie anzusehen.

Vorab sollte ich hier anmerken es geht um solche, die schon so ziemlich alles von alpha bis omega durchgesehen haben. Solche Anime-Freunde die schon etwas mehr als Naruto oder die gängigen TV-Anime gesehen haben und auch etwas weiter als den lizensierten Raum geblickt haben. Solche, die sich Veteranen schimpfen.

Erst sucht man sich ein oder zwei Genre aus, die einem gerade in den Kragen passen und dann werden diverse Portale systematisch nach Klang des Namen durchgeforscht. Ein anderer mag sogar Foren auf der Suche von Rezensionen hinzuziehen. Ist man soweit geht es an Zeichenstil und Umsetzung, natürlich meine ich hier nur die Previews oder wunderbaren Trailer.

Wer sich soweit durchgekämpft hat, hat unter Umständen aus mehreren 100erten Serien, ich möchte sogar über tausend (je nach Lage der Quellen und Erfolg der Urheberrechtsschützer) ein bis zwei Objekte gefunden.

Nun beginnt der geneigte Zuschauer also mit dem genüsslichen Konsum, natürlich immer in der Hoffnung etwas zu finden, was den leeren, schmerzenden Platz (ja ich übertreibe hier, dennoch komme ich in einem gesonderten Eintrag hierauf zurück) füllen kann. „Ein zweites Higurashi, das wäre doch nett.“ „Mehr Steins;Gate I said!“ „Ich fand Code Geass doch wirklich schon ATEMBERAUBEND.“ usw.

Doch. Was. Ist. Wenn. Die. Serie. Schrott. Ist.?!

Tja, dann wird das Eis dünn und ebenso dünn sind die Möglichkeiten für dich lieber Zuschauer.

 

Möglichkeit 1: Abbrechen. Diesen Weg werden wohl die meisten gehen. Die Ungeduldigen. Die Ruhigeren. Die Besonneneren. Die Nicht-Blogger. Die mit anderen Hobbies.

 

Möglichkeit 2: Durchquälen. Ja auch das ist möglich. Wenn man sonst nichts besseres zu tun hat oder gar etwas augenscheinlich besseres daraus machen kann. Diese wunderbare Möglichkeit lässt sich sogar noch einmal untergliedern.

Hier muss man nämlich zunächst zwischen den Masochisten unterscheiden, die aus purer Selbstgeißelung auf minderqualitative Beschallung sexuelle Hochgefühle erreichen.

Selbstredend gibt es auch die Blogger, die aus reiner Lust an der Freude Serien kommentieren, zerreißen und sich auch daran aufgeilen. Diese nette Art von Gilde – anderweitig auch als Kritiker verunglimpft (Kritiker dürfen sich ja nur Kritiker schimpfen weil sie ganz tolle Akademiker sind und jahrelang die Meinungen anderer studiert haben (auch eine Art von Selbstgeißelung)) – zerstückelt dann mit Hasstiraden und offensichtlichem Genuss jedwede positive Erscheinung, von den negativen Sachen ganz zu schweige. Und warum? Naja die Bildzeitung liest man ja auch, wegen dem Hass, dem Zerriss und den Titten, nicht?

Schlussendlich bleiben noch die, die einfach zu viel Freizeit haben. Apathisch starren sie auf den Bildschirm, ganz gleich ob Fernsehprogramm oder Internet und glotzen und glotzen. Irgendetwas positives gibt es ja immer… und sonst ist eben auch nix los…

Fairerweise dürfte diese Gruppe verschwindend klein sein, da die sich niemals erstmal die Mühe des Suchens antun würde. Wozu denn auch?

 

Möglichkeit 3: Avantgarde. Avantgarde ist das falsche Wort! Ja ist es. Na und? Es geht mehr oder minder darum eine dritte Option zu rechtfertigen. Diese ist wie folgt seltsam. Und zwar macht eine Mischung aus 1 & 2. Indem man die Serie irgendwie pausiert oder verschiedenartig interpretiert kommt man zu neuen Schlüssen. Man müsse sie eben mit Musik kombinieren oder man müsse währenddessen auf der anderen Seite des Monitors Pokemon Schwarz 2 (wenn es dann mal raus ist) über Emulator spielen. Von dieser halbgaren Ablenkung neu-entfacht, kann sogar eine schäbige Serie plötzlich interessant wirken und aber auch umgekehrt. Und dann, dann wird es witzig, auf diese Art und Weise kann man plötzlich anfangen die Serie wieder so interessant zu finden, dass man sich sogar darauf konzentriert! Faszinierend. Das ist natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten, aber ich kann sie mal empfehlen.

 

Zu guter Letzt, warum komme ich darauf?Das Remake von Dororon Enma-Kun Meramera!

Ein Anime der hält was er verspricht schlecht, pervers, witzlos und vor allem klischeehaft zu sein.

Das waren die Voraussetzungen warum ich diesen Anime startete. Ich habe manchmal eben das Verlangen absoluten Trash zu sehen.

Enma-Kun, wie ich es künftig nenne, handelt von der sogeannten Yokai(Dämonen)-Brigade, die im Stil von 70er und 80er Jahre Anime eben für Gerechtigkeit sorgen soll. Dabei verstrickt sich die Truppe um Enma-Kun, der der kleine, perverse und vorlaute Neffe des mindestens metro-sexuellen Dämonenkönigs Enma ist, immer wieder in witzige, und vor allem perverse Abenteuer mit ausgebüchsten Unterweltlern, die Enma dann schließlich mit seinem überdimensionalen Hammer tötet. Soll er zwar nicht, ist aber ein Running-Gag. Zur Seite steht ihm Yuki-Hime (Schnee-Prinzessin) eine Schneefrau, die gerne mal für Tentacle-Rape-ähnliche Szenen oder sonstigen Fanservice missbraucht wird. Ihr Design gefällt mir persönlich übrigens. Auch mit von der Partei der obligatorische Sidekick mit Namen Kapperu, der in der Gestalt eines Kappas für allerhand Running-Gags und Idiotien sorgt. Komplettiert wird die Yokai-Brigade von Chapou-ji, einem greisen sprechenden Hut, ähnlich dem aus Harry Potter, der die mangelnde Intelligenz seiner Mitstreiter mit seinem Alter irgendwie ausgleichen soll. Zudem gesellt sich noch das Menschen-Mädchen Harumi dazu, welches auch immer in den Schlamassel der Dämonen verwickelt wird.

An und für sich ist das auch ganz witzig anzusehen, da die Serie den netten Zusatz „Parody“ trägt, ödet aber auf die Dauer – zmd. mich an. Zuoft wiederholen sich eben die Pattern von Explosionen Yuki-Himes Fan-Service und der schier grenzenlosen Debilität des Casts.

 

Fazit: Das schönste ist wohl immer noch der liebevoll aufgearbeitete Retrozeichenstil und die Versuche besonders Ecchi-Anime hinreichend auf die Schippe zu nehmen. Allerdings ist ebend nur hinreichend und nicht mehr, bzw. es ist zu viel. Aber damit muss man natürlich rechnen.

Im Prinzip passen die Running-Gags wie das andauernde Schlafen während Gesprächen und der stets große Schaden den sie am Ende anrichten hervorragend als Beschreibung.

So wählte ich hier vorerst die erste Variante und beschloss meine Zeit anderweitig zu verschwenden. Nach 4 von 12 Episoden war Schluss. Eine Bewertung entfällt, da das zunächst nicht als Review geplant war und zudem nicht technisch genug ist. Ich werde mal sehen ob ich weitersehe oder nicht, jeder andere sei also gewarnt oder angeturned.

 

Es gibt übrigens auch Anime, die trashig genug sind, um sich so etwas anzutun. Nur zum Beispiel Azazel-San , Exel Saga oder Oniichan no koto

 

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